Auf einer Streuobstwiese des Klosters der Vinzentinerinnen in Schwäbisch Gmünd haben 25 junge Hochstamm-Apfelbäume ihren Platz gefunden – ein Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Geländes. Getragen wurde die Aktion vom Obst- und Gartenbauverein Iggingen, dem NABU Schwäbisch Gmünd und den barmherzigen Schwestern des heiligen Vinzenz von Paul.
Gepflanzt wurden robuste, alte Sorten wie Bohnapfel, Kaiser Wilhelm und Boskop, ergänzt durch weitere regionale Varianten. Die Bäume stammen aus der Baumschule Wöhrle in Winnenden, die dem NABU Landesverband Baden Württemberg insgesamt 150 Hochstämme gespendet hat – 25 davon gingen nach Schwäbisch Gmünd.
Mit Spaten, Tatkraft und viel Fachwissen waren unter anderem Hermann Behringer, Vorsitzender des OGV Iggingen, Armin Dammenmiller, NABU Kreisvorsitzender, die Schwestern Adelheid Brugger und Judith Schwarzkopf, Franz Josef Klement, Obstbauberater des Ostalbkreises, sowie Karl Vesenmaier, Hausmeister des Klosters, im Einsatz.
Bereits am Vortag hatten Schülerinnen und Schüler der Schule für Hörgeschädigte St. Joseph die ersten Bäume gesetzt. Begleitet von ihrer Schulsozialarbeiterin Schwester Judith Schwarzkopf wurde die Pflanzaktion für sie zu einer ganz besonderen Unterrichtsstunde: Zwischen Pflanzloch und Pfahl bekamen sie Mathematikaufgaben rund um Abstände, Lattenabmessung und Befestigung gestellt – Lernen mit Erde an den Händen und einem echten Baum vor Augen.
Warum spielt es eine Rolle, was in unseren Vorgärten wächst und blüht? Warum sind gefüllte Blüten für Hummeln und Bienen wertlos, auch wenn sie schön aussehen? Und warum sieht man in einigen Vorgärten Vögel, in vielen anderen aber nicht? Diesen Fragen gingen zehn Jungen und Mädchen zwischen 6 und 11 Jahren beim letzten der NABU-Kindergruppe nach. Begleitet von den NABU-Gruppenleiterinnen Elisabeth Duarte Neto und Ingrid Groer waren die Kinder als Naturforscher mit Klemmbrett und Pflanzenliste in den Mutlanger Vorgärten unterwegs. Die Bestandsaufnahme der Artenvielfalt erbrachte zunächst überschaubare Ergebnisse: Meist prägten „Baumarktgehölze“ wie Kirschlorbeer und Thuja das Bild, die Kinder entdeckten auch mehrere der inzwischen verbotenen Schottergärten, in denen buchstäblich nichts wächst. Zum Glück gab es auch einige blühende Oasen mit Wildrosen, Blumenwiesen und einheimischen Stauden. Vorgärten, bei deren Anblick den Kindern ein Licht aufging. „In eurem Garten seid ihr der Chef“, gab Elisabeth Duarte Neto ihnen als Rat mit nach Hause. „Da könnt ihr etwas dafür tun, dass Schmetterlinge und Vögel leben können.“
Die NABU-Kindergruppe trifft sich einmal im Monat, um Natur an einem Vormittag von vielen Seiten zu erleben. Hier gibt es mehr Info
Es ist soweit: Die ersten Jungvögel sind geschlüpft und sitzen vor ihren ersten ernsthaften Flugversuchen zunächst als “Ästlinge“ auf den Zweigen oder auf dem Boden.
Das ist normal und keinesfalls sollte man sie einfangen und zur Pflege abgeben. Tiere bitte in Hecken oder niedere Bäume im Fundbereich setzen! Dort
werden sie von den Altvögeln weitergefüttert.
Die Monatstreffen des NABU Schwäbisch Gmünd sind im Regelfall jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Gasthaus Krone, Böbinger Straße 3, 73527 Schwäbisch Gmünd-Zimmern. Neben Vorträgen und Abendexkursionen, insbesondere im Frühjahr (Beginn jeweils 18:00 Uhr), besprechen wir alle Themen rund um den Natur- und Artenschutz, sowie anstehende Stellungnahmen und tauschen uns über aktuelle Naturbeobachtungen aus.
Die nächsten Termine sind:
Donnerstag, 21. Mai 2026, 19:30 Uhr Monatsversammlung
Donnerstag, 18. Juni 2026, 19:30 Uhr Monatsversammlung
Donnerstag, 16. Juli 2026, 19:30 Uhr Monatsversammlung
Donnerstag, 20. August 2026, 19:30 Uhr Monatsversammlung
Donnerstag, 17. September 2026, 19:30 Uhr Monatsversammlung
Aktuell finden von Seiten von Kommunen in unserem Einzugsgebiet großflächige Mulchmaßnahmen am Rand von Straßen und Feldwegen statt. Dabei wird häufig nicht nur der Bestand zurückgenommen, sondern die Bodennabe umgefräst.
Dieses Vorgehen hat nichts mit fachgerechter Pflege im Sinne von Schutz von Insekten und Keinlebewesen zu tun. Wo wir davon erfahren, suchen wir das Gespräch mit
den zuständigen Behörden, um sinnvollere Pfelegeschritte vorzuschlagen.
Hierzu bitten wir Sie um Hinweise, wann und wo derartige Maßnahmen stattgefunden haben - insbesondere wenn zuvor noch eine reiche Blütenvielfalt vorhanden war.
Senden Sie bitte Informationen und Bilder mit Angabe der Kommune, der Gemarkung und - soweit möglich - des Flurstücks an unsere E-Mail-Adresse:
Im Mai wurde erstmals seit Jahren ein Wiedehopf auf dem Gelände des Sixenhofs bei Essingen gesehen - er schaute sogar neugierig zum Fenster der Inhaber herein. Damit der seltene Gast nicht nur vorbeischaut, sondern vielleicht auch mal brütet und seine Jungvögel aufzieht, haben Conny Sautter, Manfred Abele und Philip Coetzee Nistkästen gebaut, in die der Wiedehopf bei Bedarf schon in dieser Saison einziejen kann. Aufgestellt wurden sie beim Sixenhof, wo die Weidehaltung von Rindern in ökologischer Landwirtschaft einen reich gedeckten Tisch an großen Insekten wie Heuschrecken, Mist- und Laufkäfern verspricht. Ein weiterer Kasten wurde auf den NABU-Grundstücken bei Iggingen Schönhardt aufgestellt. Wiedehopf, willkommen!

Häufig erreichen den NABU Anfragen, weil Wildtiere wie Marder, Waschbär, Specht oder Siebenschläfer Schäden an Häusern, Fahrzeugen, Gärten oder Biotopen anrichten. Da alle diese Tiere einen anderen Schutzstatus haben, braucht man große Sachkenntnis, um in Übereinstimmung mit Tier- und Naturschutzrecht Abhilfe zu schaffen. Der NABU arbeitet deshalb neuerdings mit Jochen Riedel zusammen. Der ausgebildete Stadtjäger und Wildtiermanager sucht in jedem individuellen Fall nach der besten Lösung für Mensch und Tier, die manchmal auch sehr einfach sein kann - getreu seinem Motto "80 Prozent ist Prävention".
Kontakt: Jochen Riedel, Tel. 0162 1832714, [email protected]

Damit die Natur nicht unter die Räder kommt, lässt der NABU auch gerichtlich überprüfen, ob Naturschutzinteressen bei Verfahren zur Genehmigung von Großprojekten ausreichend berücksichtigt worden sind. Solche Auseinandersetzungen kosten Geld, das auch unser NABU-Ortsverband aus seiner Kasse bezahlen muss Deshalb sind wir aktuell besonders dankbar, wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen.
Spendenkonto: NABU Schwäbisch Gmünd
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